Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate soll mit Kreditgarantien in Höhe von 35 Milliarden Euro gerettet werden. Der Bund übernimmt drei Viertel der Bürgschaften. Dadurch könnte der Haushalt belastet werden, räumte ein Sprecher des Finanzministeriums ein. mehr
Im Gegensatz zu vielen anderen Banken hat sich die Hypo Real Estate nicht mit faulen Immobilienkrediten verzockt. Dass das Geldhaus trotzdem in die Klemme kam, hängt mit den Auswirkungen der Finanzmarktkrise zusammen: Die Banken vertrauen einander nicht mehr. mehr
Die drei Benelux-Staaten bewahren den angeschlagenen Finanzkonzern Fortis durch eine Teilverstaatlichung vor dem Ruin. Die Regierungen werden der Bank mit mehr als elf Milliarden Euro helfen, gab Belgiens Ministerpräsident Leterme nach einer Krisensitzung bekannt. mehr
Die US-Handelsbank JPMorgan Chase kauft die angeschlagene US-Investmentbank Bear Stearns. Sie zahle zwei Dollar pro Aktie, teilte JPMorgan Chase mit. Die Aufsichtsräte beider Unternehmen hätten der Transaktion einstimmig zugestimmt. mehr
Demokraten und Republikaner im US-Kongress haben einen Durchbruch bei den Verhandlungen über einen Rettungsplan für notleidende Banken erzielt. Die demokratische Sprecherin im Repräsentantenhaus, Pelosi, erklärte, die Vereinbarung müsse nun noch schriftlich festgehalten werden. mehr
Weltweit 335.000 Mitarbeiter hat die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC). 1100 davon werden wegen der Finanzmarktkrise ihren Job verlieren, die meisten in Großbritannien. Und die Aussichten der Konzerns auf das Geschäftsjahr 2009 sind düster. mehr
Der CNN-Reporter sprach sogar vom "größten Zusammenbruch in der Weltgeschichte", fest steht: Es ist die größte Bankenpleite der USA. Washington Mutual, die größte Sparkasse des Landes, wurde geschlossen und von JPMorgan Chase übernommen. mehr
Die EU-Staaten wollen "besonders gefährdete" Flüchtlinge aus dem Irak bei sich ansiedeln - 5000 sind für Deutschland im Gespräch, 10.000 sollen es insgesamt sein. Genau festgelegt werden die Zahlen aber erst nach einem Besuch von EU-Vertretern in irakischen Flüchtlingscamps im November. mehr
Schon seit 2002 ist die Einfuhr von Milch und Milchprodukten aus China in die EU verboten. Nach dem jüngsten Melamin-Skandal hat die Kommission jetzt ein Importverbot für Kinderlebensmittel angekündigt, die auch nur kleine Mengen Milch enthalten. mehr
Finanzminister Steinbrück hat tiefgreifende Veränderungen in Folge der Finanzkrise prognostiziert: Die USA könnten ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren, sagte er in einer Regierungserklärung. Er prophezeite niedrigere Wachstumsraten und einen ungünstigeren Arbeitsmarkt. mehr
Von Verbesserungen bei Notrufen bis zur Vergabe von Funkfrequenzen - das EU-Parlament hat ein Paket mit Neuregelungen für den Telekommunikationssektor auf den Weg gebracht. Datenschützer atmeten auf: Ihrer Warnung vor einer umfassenden Kontrolle der Internetnutzung wurde Sorge getragen. mehr
Eigentlich sollten die Bewerber um die US-Präsidentschaft Obama und McCain morgen direkt aufeinandertreffen - beim ersten TV-Duell. Doch vorher müssen die Rivalen Gemeinsamkeit demonstrieren. Denn US-Präsident Bush hat angesichts der Finanzkrise ins Weiße Haus geladen. mehr
Russland hat in New York geplante Gespräche über das iranische Atomprogramm abgesagt und damit Besorgnis im Westen ausgelöst. Der Terminplan sei zu voll, hieß es. Politische Beobachter fürchten nun, dass allein Teheran von der Verhandlungspause profitiert. mehr
Als Konsequenz der millionenschweren KfW-Überweisungspanne soll die staatseigene Bank nach dem Willen der Union unter die normale Bankenaufsicht gestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt prüft derweil, ob sie Untreue-Ermittlungen gegen den KfW-Vorstand einleitet. mehr
Die Turbulenzen der Finanzmarktkrise haben der KfW Bankengruppe besonders zugesetzt. Erst die teure Rettungsaktion für die Mittelstandsbank IKB, dann eine millionenschwere Überweisung an die bereits insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers. mehr
Anarchie in den Steueroasen, willfährige Politiker, schlecht organisierte Aufsichtsbehörden - all das habe zur katastrophalen Lage an den Finanzmärkten geführt, sagt der Experte Harald Schumann. Im tagesschau.de-Interview erklärt er, welche Strategien jetzt noch helfen können. mehr
Das hatte sich Finanzminister Paulson einfacher vorgestellt. Doch im US-Senat wurde sein Rettungsplan für die Banken scharf kritisiert. Die Demokraten monierten, es gebe "keinen Plan B", ein Republikaner nannte das 700-Milliarden-Paket "sozialistisch" und "unamerikanisch". mehr
Das Aus der Investment-Banken in den USA ist beschlossen: Auch die letzten beiden Banken, Goldman Sachs und Morgan Stanley, geben ihren Sonderstatus auf und unterstehen künftig der Kontrolle der US-Notenbank. Die beiden Häuser beantragten selbst, künftig als normale Geschäftsbanken arbeiten zu dürfen. mehr
Vier große Richtlinien, ungezählte Unterpunkte: Das EU-Telekom-Paket soll Neuregelungen in Sachen Mobilfunk, Telefon und Internet bringen und verspricht Verbrauchern viele Vorteile. Doch Kritiker befürchten, dass künftig auch kontrolliert werden könnte, wozu Verbraucher das Internet nutzen. mehr
Die Finanzkrise hat die BaFin auf den Plan gerufen. Wie in Großbritannien und den USA sind jetzt auch in Deutschland Leerverkäufe von Aktien aus der Finanzbranche verboten. Beim "Shortselling" wetten Spekulanten auf sinkende Kurse. mehr
Mit einem Finanzpaket von 700 Milliarden Dollar will die Regierung in Washington die Bankenkrise in den USA lindern. Nach den Plänen von Präsident Bush sollen mit dem Geld faule Hypotheken aufgekauft und damit kriselnde Institute gerettet werden. Der Kongress muss noch zustimmen. mehr
Mobilfunk-Tarife im EU-Ausland sollen nach dem Willen der Europäischen Union weiter sinken, und zwar deutlich. Wie Medienkommissarin Reding der "Rheinischen Post" sagte, sollen Auslands-SMS ab 2009 nur noch elf Cent kosten dürfen. Das wären im Schnitt 18 Cent weniger als derzeit üblich. mehr
Der Rettungsplan für die US-Banken wird von Experten höchst zwiespältig bewertet. Sie sehen zwar keine Alternative - aber auch enorme Kosten auf die Steuerzahler zukommen. Der Plan von US-Finanzminister Paulson, die Banken von "faulen Krediten" zu befreien, kostet nach seinen Angaben "hunderte Milliarden Dollar". mehr
Trotz des Eingreifens der US-Regierung bei der AIG-Versicherung herrscht an der New Yorker Börse die nackte Angst. Nun gerät auch Morgan Stanley, eine der letzten unabhängigen US-Investmentbanken, immer tiefer in den Abwärtssog. Die Bankspitze prüft angeblich eine Notfusion. mehr
Der ins Straucheln geratene britische Baufinanzierer HBOS hat beim Konkurrenten Lloyds TSB Unterschlupf gefunden - für umgerechnet rund 15 Milliarden Euro. Mit der Fusion entsteht ein neuer Bankengigant in Großbritannien. Er hält einen 30-prozentigen Anteil am britischen Hypothekenmarkt. mehr
Vorsichtiges Aufatmen: Die US-Notenbank unterstützt den angeschlagenen Versicherer AIG mit einem 85-Milliarden-Dollar-Kredit, eine Pleite ist vorerst abgewendet. Im Gegenzug übernimmt sie 79,9 Prozent des Konzerns. Regierung und Notenbank hatten staatliche Hilfen für AIG bisher abgelehnt. mehr
Was hat die Finanzmärkte so tief in die Krise getrieben? Es ist die Gier, die in den Unternehmen herrsche, meint der Wirtschaftsethiker Thielemann. Im tagesschau.de-Interview macht Thielemann Vorschläge, wie dieser Gier Einhalt geboten werden könnte. mehr
Die EU hat die Entsendung von 200 Beobachtern nach Georgien beschlossen. Allerdings gibt es weiter Unstimmigkeiten mit Russland über den Einsatz der Beobachter in den abtrünnigen Gebieten. Die NATO und Georgien gründeten indes in Tiflis eine gemeinsame Kommission. mehr
Neue Turbulenzen an der Wall Street: Das drohende Aus für die US-Investmentbank Lehman Brothers hat Ängste vor neuen Schockwellen an den Finanzmärkten angeheizt - das Institut will Insolvenzschutz beantragen. In einem Überraschungscoup übernimmt unterdessen die Bank of America die kriselnde Investmentbank Merrill Lynch. mehr
Die EU-Außenminister wollen heute die Entsendung von zivilen Beobachtern nach Georgien beschließen. Sie sollen bis zum 1. Oktober in Pufferzonen zu Südossetien und Abchasien stationiert werden. In Georgien wird indes eine hochrangige NATO-Delegation erwartet. mehr
Vom 1. Oktober an soll eine EU-Mission den Abzug der russischen Truppen aus Georgien überwachen. Das beschlossen die EU-Außenminister. Die 200 zivilen Beobachter werden in "Pufferzonen" zu Südossetien und Abchasien stationiert - nicht aber in den abtrünnigen Regionen selbst. mehr
Seit Monaten streiten die Bundesregierung und die EU-Kommission um das VW-Gesetz. Beide Seiten sehen sich im Recht und geben sich unnachgiebig - inzwischen drohte Brüssel sogar mit Zwangsgeldern. Doch worum geht es eigentlich genau? mehr
Zehntausende VW-Mitarbeiter demonstrieren zur Stunde in Wolfsburg für den Erhalt des VW-Gesetzes. Vor allem gegen die EU richteten sich die Proteste, sagt Betriebsratschef Osterloh. Aber auch Großaktionär Porsche, Hauptprofiteur einer Abschaffung, ist im Visier der VW'ler. mehr
Für die geplante EU-Mission in Georgien will Deutschland ein Fünftel der Beobachter stellen. Der Bundestag müsse zwar noch zustimmen, aber Deutschland könne sich dieser Aufgabe nicht entziehen, sagte Kanzlerin Merkel. Sie verwies darauf, dass es sich um eine unbewaffnete Mission handele. mehr
Ob Russland aus dem georgischen Kernland abzieht ist unklar: Die Russen erklärten, der Abzug habe begonnen - die georgische Seite sprach vom Gegenteil. Unterdessen gibt es Uneinigkeit zwischen Brüssel und Moskau darüber, ob EU-Beobachter in den abtrünningen Provinzen stationiert werden dürfen. mehr
Die deutsche Wirtschaft rutscht laut einer Konjunkturprognose der EU-Kommission in eine Rezession. Nach dem zweiten Quartal erwartet sie auch im dritten Quartal einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Für das Gesamtjahr werde es aber ein Wachstum von 1,8 Prozent geben. mehr
Der russische Truppenrückzug aus dem georgischen Kernland hat offenbar begonnen. In den abtrünnigen Kaukasus-Provinzen sollen nach russischen Angaben jedoch weiterhin Soldaten stationiert bleiben. Ob dort EU-Beobachter stationiert werden, ist zwischen Brüssel und Moskau strittig. mehr
Europa und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit ausweiten. Auf einem Gipfeltreffen in Paris einigten sich die EU und Vertreter aus Kiew auf ein neues Assoziierungsabkommen. Doch von konkreten Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union ist die Ukraine noch immer weit entfernt. mehr
Russland hat diplomatische Beziehungen zu Südossetien und Abchasien aufgenommen. Zudem will Moskau nach dem Abzug seiner Truppen aus Kern-Georgien 7600 Soldaten in beiden Provinzen stationieren. Georgiens Regierung sprach von einem "weiteren Schritt zur Annektierung". mehr
Erfolg für EU-Ratspräsident Sarkozy: Russland will nun seine Truppen definitiv binnen eines Monats aus Georgien zurückziehen. Außerdem kann die EU Beobachter entsenden. Diese Zusagen freuten den georgischen Präsidenten Saakaschwili, den Sarkozy nach seinen Moskauer Gesprächen in Tiflis traf. mehr
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