Im Januar wird die amerikanische Serie "Holocaust" ausgestrahlt, die am Beispiel einer jüdischen Familie die Verfolgung und Vernichtung der Juden in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus zeigt. mehr
Schon im ersten Jahr seines Amtes geht Papst Johannes Paul II auf Reisen: Nach Mexiko, Irland, Polen und New York. In seiner Heimat Polen nennt der Papst das Eintreten für die Unterdrückten und Benachteiligten seine besondere Pflicht. Mutter Teresa erhält den Friedensnobelpreis. mehr
Am 1. Februar kehrt der iranische Schiitenführer Khomeini aus dem Exil zurück. Der Schah flieht, die Mehrzahl der Bevölkerung entscheidet sich in einer Volksabstimmung für eine "islamische Republik". Im November wird die amerikanische Botschaft in Teheran gestürmt. mehr
US-Präsident Carter stellt den Ostblock vor die Wahl: Konfrontation oder Kooperation. Die Zahl der Atomwaffen habe ein so alarmierendes Ausmaß angenommen, dass endlich Vereinbarungen zur Rüstungskontrolle geroffen werden müssten. Auch der sowjetische Staatschef drängt auf eine zügige Einigung. mehr
Namibias Unabhängigkeit von Südafrika scheitert am Widerstand des Apartheidregimes. In Rhodesien ändert eine Übergangsregierung mit gemäßigten Schwarzenführern wenig. Und der zairische Machthaber Mobutu kann sich nur mit Unterstützung französischer und belgischer Fallschirmjäger halten. mehr
Anlass zu Schlagzeilen geben auch eine Gasexplosion auf einem Campingplatz, die Ölpest in der Bretagne, eine Atlantiküberquerung im Heißluftballon, ein Massenselbstmord in Guayana und die Aufnahme von vietnamesischen Boat-People. mehr
Nach dem Konzept "Ostberliner Zugeständnisse gegen harte Westdevisen" werden die Verkehrsvereinbahrungen unterzeichnet - ein Lichtblick in den deutsch-deutschen Beziehungen. mehr
Während die DDR-Führung zu Jubelhymnen auf den ersten Deutschen im All schunkelt, macht ihr ein interner Kritiker zu schaffen: Am 30. Juni wird Rudolf Bahro wegen Geheimnisverrats zu acht Jahren Haft verurteilt. mehr
1978 ist auch ein Jahr der Arbeitskämpfe. Durch Streiks und Aussperrungen gehen über 4,5 Millionen Arbeitstage verloren - ein bundesdeutscher Rekord. Hinter den meisten Streiks steht die Angst um Arbeitsplätze. mehr
Bei den Landtagswahlen in Hamburg und Niedersachsen muss die FDP um ihre Existenz fürchten. Die Liberalen bieten sich sowohl SPD als auch CDU als Koalitionspartner an. Als Ergebnis scheitert die Partei an der Fünf-Prozent-Klausel. Die SPD in Hamburg und die CDU in Niedersachsen verlieren ihren Koalitionspartner. mehr
Vier in Jugoslawien festgenommene mutmaßliche RAF-Mitglieder werden freigelassen, nachdem die Bundesregierung ihren Austausch gegen in Deutschland inhaftierte Kroaten ablehnt. Das Kompetenzgerangel zwischen Landes- und Bundeskriminalamt wird für weitere Fahndungspannen verantwortlich gemacht. mehr
Der sowjetische Staatschef Breschnew und US-Präsident Carter besuchen die Bundesrepublik. Der Weltwirtschaftsgipfel bringt gute Vorsätze. mehr
In Italien geht die Entführung des Präsidenten der Regierungspartei Democrazia Cristiana nach acht Wochen tragisch zu Ende. Aldo Moro wird tot aufgefunden. Seine Entführer, die Roten Brigaden, fordern die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen. Doch die Regierung ist nicht zu Verhandlungen bereit. mehr
Der Jubel über den Sieg der argentinischen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land hält nicht lange vor. Terror, Folter und die Wirtschaftsmisere bestimmen den Alltag. mehr
Chinas Annäherung an den Westen provoziert die Sowjetunion. Nach dem Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Hua in Rumänien kann der rumänische Präsident Ceausescu sich nur mit Mühe zwischen sowjetischem und chinesischem Machtanspruch behaupten. mehr
In Nicaragua kann sich Diktator Somoza nur noch mit US-amerikanischer Hilfe an der Macht halten. Nach dem Mord an dem Oppositionspolitiker Camorro am 10. Januar gerät das Land in Aufruhr. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. Mehr als 5000 Menschen sterben, 10.000 werden verletzt. mehr
Nach einem Vierteljahrhundert Alleinherrschaft kann sich der iranische Schah Reza Pahlewi nur noch mit Militärgewalt an der Macht halten. Neues Idol der Massen ist der im Pariser Exil lebende Schiitenführer Ajatollah Khomeini. mehr
In Camp David unterzeichnen der ägyptische Präsident Sadat und Israels Ministerpräsident Begin Verträge für den Frieden im Nahen Osten. Israel soll mit dem Rückzug vom Sinai beginnen, außerdem soll eine autonome Verwaltung in den besetzten Gebieten geschaffen werden. mehr
Am 28. September stirbt Papst Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen Amtszeit. Sein Nachfolger wird der Pole Karol Wojtyla, der sich Johannes Paul II. nennt. Mit ihm wird zum ersten Mal seit 1523 ein Nicht-Italiener zum Papst bestimmt. mehr
Staatsverdrossenheit und Kritik am sogenannten "Radikalenerlass" führen zu Protesten gegen Berufsverbote im öffentlichen Dienst. Bürgerinitiativen und neue Parteien wie die Grünen, aber auch rechtsradikale Parteien erleben einen Aufschwung. mehr
In London wird am 26. Juli das erste Retortenbaby der Welt geboren. Die ethischen Fragen, die sich aus dieser Methode ergeben, werden als Bedrohung und Fortschritt empfunden. mehr
Der Spielfilm "Hitler, eine Karriere" spaltet die Kinogänger. "Die idealistische Prinzessin Dialektik und der Bauernbursche Materialismus..." - so anschaulich erklärt Ernst Bloch seine Sicht der Welt. Der Philosoph stirbt am 4. August. Die Staufer-Ausstellung setzt neue Maßstäbe, die Meinungen über die Documenta sind geteilt. mehr
Machtkämpfe verhindern in vielen Ländern die wirtschaftliche Entwicklung. Hunger und Armut sind die Folge. Durch die Unterstützung der Großmächte weiten sich Stellvertreter-Kriege aus - Waffen gibt es für beide Seiten genug. mehr
Im Prozess um illegale Ölverkäufe muss der frühere Jukos-Chef Chodorkowski weiter auf den Urteilsspruch warten: Der für heute angesetzte Termin wurde auf den 27. Dezember verschoben. Gründe nannte das Gericht nicht. Kritiker sprechen von einem politisch motivierten Verfahren. mehr
Mit dem Besuch des ägyptischen Staatspräsidenten Sadat in Jerusalem beginnt die Aussöhnung der ehemaligen Kriegsgegner. In einer Rede vor der Knesset stellt er einen Fünf-Punkte-Plan für den Frieden in Nahost vor. Der Besuch dient in erster Linie der Auflockerung des politischen Klimas. mehr
"Dass Terror in diesem Land möglich ist, bestätigt die freiheitlich-demokratische Verfassung, die sich dieser Staat gegeben hat." Klaus Simon kommentiert das verbarrikadierte Bonn. mehr
Ökologische und soziale Probleme gibt es dieses Jahr auf der ganzen Welt. Bei einem schweren Unfall auf der Nordsee-Bohrinsel "Bravo" kommt es zu einer verherrenden Ölpest. mehr
Mit Einzug des neuen US-Präsidenten Carter ins Weiße Haus kommt ein wichtiges Thema auf die weltpolitische Tagesordnung: die Menschenrechte. In der Sowjetunion wehren sich Bürgerrechtler gegen die staatliche Propaganda. mehr
Trauer um den King: der Tod von Elvis Presley löst in aller Welt tiefe Trauer und Bestürzung aus. Erfreulicher sind die Entwicklungen im Sport: Franz Beckenbauer geht in die USA und wird dort zum Idol. mehr
Bundeskanzler Helmut Schmidt reist im November nach Polen. Das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen ist mehr als 30 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges immer noch gespannt. mehr
Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen stimmen Absatz und Investitionen bei der Automobilindustrie auch im Jahre 1977. Marktführer in der Bundesrepublik ist weiterhin die Volkswagen AG. mehr
Bilanz zu den ersten 100 Tagen der zweiten Regierung Schmidt: Vor allem in der Rentenfrage werden die Grenzen der Leistungsfähigkeit des Staates sichtbar. Ein Investitionspaket kann die Wirtschaft nicht ankurbeln, die Konsolidierung der Haushalte rückt in weite Ferne. mehr
Auf dem Parteitag der SPD wird ein mühsamer Konsens in der Energiefrage gefunden. Bundeskanzler Schmidt kündigt aber schon vorher an, sich von Parteitagsbeschlüssen nicht die Hände binden zu lassen. mehr
15.000 Menschen demonstrieren gegen den Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf. Besonders kritisiert wird die ungesicherte Entsorgung der atomaren Abfälle. Niedersachsens Ministerpräsident Albrecht schlägt eine Wiederaufbearbeitungsanlage und ein Endlager in Gorleben vor. mehr
Friedrich Nowottny kommentiert das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern im Jahre 1977. Sein Fazit: Kein Jahr der Besinnung. Statt langfristige Probleme zu überwinden, seien kurzfristige Lösungen gesucht worden. mehr
Der Terrorismus fordert die Demokratie heraus, Schuldige werden gesucht. Wer für den Dialog mit den Terroristen plädiert, wird schnell als Sympathisant diffamiert. Auch innerhalb der Parteien kommt es zum Streit über das Vorgehen gegen den Terror. mehr
Auf der Trauerfeier für den von der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Schleyer versammeln sich Angehörige und Politiker. Die geplante Beisetzung der toten RAF-Angehörigen auf dem Stuttgarter Friedhof führt dagegen zu Protesten. mehr
Klaus Simon kommentiert das Jahr, in dem der Rechtsstaat herausgefordert wird. Sein Fazit: "Zwischen Aktion und Reaktion breitet sich ein innenpolitisches Spannungsfeld vor uns aus, auf dem in der Tat historische Vorentscheidungen für die weitere Entwicklung der Republik fallen können". mehr
Siegfried Buback, Jürgen Ponto und Hanns-Martin Schleyer werden von der RAF ermordet. Bei den Gewaltakten kommen auch die Fahrer von Buback und Schleyer, mehrere Polizisten und der Lufthansa-Pilot Jürgen Schumann ums Leben. mehr
Am 18. Oktober stürmt die GSG 9 im somalischen Mogadischu die entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" und befreit die Passagiere. Wenig später werden in Stammheim die RAF-Angehörigen Ensslin, Baader und Raspe tot aufgefunden. mehr
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