Frankreich hat es erneut erwischt: Die zweitgrößte europäische Volkswirtschaft ist im zweiten Quartal ins Minus gerutscht und befindet sich damit erstmals seit 2009 wieder in einer Rezession. Derweil kommen aus dem krisengeschüttelten Spanien leicht positive Meldungen. mehr
In Frankreich hat die Arbeitslosigkeit den höchsten Wert seit 1998 erreicht. Nach Angaben der Statistikbehörde stieg sie im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum letzten Quartal 2012 um 0,3 Punkte auf 10,4 Prozent. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. mehr
Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Frankreich gesenkt. Man erkenne zwar den Reformwillen der Regierung Hollande, hieß es im Länderbericht. Die Maßnahmen reichen dem IWF jedoch noch nicht aus. mehr
Für Frankreichs Präsidenten Hollande reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Das Haushaltsdefizit war im vergangenen Jahr mit 4,8 Prozent noch größer als erwartet. Dabei hatte Hollande gerade erst versucht, mit einem langen TV-Interview bei den Franzosen um neues Vertrauen zu werben. mehr
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich beim Gipfel in Brüssel nicht über Waffenlieferungen an syrische Rebellen einigen können. Es gab teilweise harsche Kritik an der Initiative Frankreichs und Großbritanniens. Nun sollen die EU-Außenminister eine gemeinsame Position finden. mehr
Nachdem sich Großbritannien und Frankreich dafür ausgesprochen hatten, auch ohne EU-Zustimmung Waffen an die syrischen Rebellen zu liefern, zeigt sich Deutschland nun bereit, seine bisherige Ablehnung zu überdenken. Es müsse aber sehr abwägend vorgegangen werden, mahnte Kanzlerin Merkel. mehr
Frankreich will die Verantwortung für den Einsatz in Mali rasch abgeben. Außenminister Fabius kündigte an, bereits im März sollten erste französische Einheiten das Land verlassen. Sie kämpfen dort bislang mit malischen und anderen afrikanischen Truppen. Malis Regierung hatte auf eine langfristige Unterstützung gehofft. mehr
Jeder vierte Franzose unter 25 hat keinen Job. Die Ursachen dafür sind tief im französischen Ausbildungssystem verwurzelt: Es fördert Eliten, bereitet aber nur mangelhaft auf die Arbeitswelt vor. An eine echte Reform traute sich die Politik bislang nicht ran - und die Probleme sind vielschichtig. mehr
Deutsche und Franzosen mögen sich, finden sich aber manchmal merkwürdig, meint Kabarettist "Alfons". Der Franzose lebt seit 20 Jahren in Deutschland, die gegenseitigen Befindlichkeiten sind seine Spezialität. Im tagesschau.de-Interview erklärt er, was beide voneinander lernen können - und welchen Vorteil Vorurteile haben. mehr
Am 22. Januar 1963 besiegelten Bundeskanzler Adenauer und Frankreichs Präsident de Gaulle mit ihren Unterschriften zum Elysée-Vertrag die Zusammenarbeit beider Länder. Damit war der Grundstein gelegt für eine Partnerschaft, die mittlerweile von beiden Seiten als Freundschaft bezeichnet wird. mehr
Rebellen im Norden Malis, eine schwache Regierung im Süden: Die Intervention Frankreichs sei notwendig gewesen, sagt die Politikwissenschaftlerin Charlotte Heyl im Interview mit tagesschau.de. Die Islamisten hätten zwar wenig Rückhalt in der Bevölkerung, dennoch drohe ein langer Krieg. mehr
Beim EU-Sondergipfel sollte es eine Einigung auf die Haushaltsplanung von 2014 bis 2020 geben. Es geht um rund eine Billion Euro. Darüber gibt es Streit unter den Ländern sowie mit EU-Parlament und Kommission. tagesschau.de erläutert, wer welche Bedenken hat und wie es nun nach dem Abbruch der Verhandlungen weitergeht. mehr
Moody's hat Frankreich das Spitzenrating "Aaa" entzogen. Die Ratingagentur senkte die Bewertung um eine Stufe auf "Aa1". Konkurrent Standard & Poor's hatte Frankreich bereits im Januar das Spitzenrating aberkannt. Ein schlechteres Rating kann die Geldbeschaffung am Kapitalmarkt erschweren und verteuern. mehr
Die Wahl zur Nachfolge Sarkozys als Chef der französischen Konservativen bleibt spannend: Sowohl der langjährige Fraktionsführer Copé als auch sein Herausforderer, Ex-Premier Fillon, haben den Sieg für sich in Anspruch genommen. Beide warfen sich zudem Unregelmäßigkeiten bei der Wahl vor. mehr
Die rund 300.000 Mitglieder der konservativen französischen Partei UMP wählen heute ihren neuen Vorsitzenden. Als Favorit gilt Ex-Premierminister Fillon, sein Herausforderer ist der langjährige Fraktionsführer Copé. Aber eigentlich wollen die meisten jemanden, der gar nicht zur Wahl angetreten ist. mehr
Frankreichs Premier Ayrault hat sich optimistisch gezeigt, dass die Euro-Krise in Kürze endet. Deutschland und Frankreich müssten stärker kooperieren, sagte er im Interview mit den Tagesthemen. Ayrault kündigte Reformen und ein "neues französisches Modell" an. Zuvor hatte er sich mit Kanzlerin Merkel getroffen. mehr
Der neue Zusammenschluss der syrischen Opposition bekommt international immer mehr Unterstützung. Auch die USA, die Europäische Union und Frankreich begrüßten die Einigung. Die Oppositionsgruppen hatten am Sonntag nach langem Ringen eine Koalition gegen das Assad-Regime geschlossen. mehr
Mit einer weiteren Finanzspritze in Höhe von 5,5 Milliarden Euro springen die Regierungen Frankreichs und Belgiens der angeschlagenen Dexia-Bank zur Seite. Aus Paris kommen knapp 2,6 Milliarden Euro, aus Brüssel 2,9 Milliarden Euro. Das Institut steckt seit dem Jahr 2008 in der Krise. mehr
Einen Tag nachdem Gutachter Gallois seinen Sparplan vorgelegt hat, präsentiert Frankreichs Premier Ayrault das, was er davon übernehmen will: Milliardenschwere Steuererleichterungen sollen die Wirtschaft wieder fit machen. Im Gegenzug steigt die Mehrwertsteuer. mehr
Mit einschneidenden Reformen soll Frankreichs Wirtschaft wieder in Schwung kommen: In einem Gutachten für die Regierung schlägt Ex-EADS-Chef Gallois 22 Maßnahmen vor. Im Kern geht es darum, die Lohnnebenkosten um 30 Milliarden Euro zu senken. mehr
Die französische Nationalversammlung hat massive Steuererhöhungen beschlossen. Bürger, Staat und Unternehmen sollen mit jeweils zehn Milliarden Euro dazu beitragen, dass die Neuverschuldung auf die EU-Norm gedrückt wird. Doch die Zweifel, ob dies ausreichen wird, sind groß. mehr
Steuererhöhungen für Unternehmen und Wohlhabende sowie Ausgabenkürzungen in Milliardenhöhe: Mit diesem Mix will Frankreich das Haushaltsdefizit im kommenden Jahr auf drei Prozent drücken. Im laufenden Etat liegt es noch bei 4,5 Prozent. Premier Ayrault sprach von einem "Kampfhaushalt". mehr
Griechenlands Premier Samaras hat seine Europa-Tour in Paris fortgesetzt. Aber ähnlich wie in Berlin gab es auch hier für ihn keine positiven Überraschungen: Präsident Hollande bekannte sich zwar zur griechischen Euro-Zukunft, vor dem Troika-Bericht wollte er aber keine Zusagen machen. mehr
Nach dem Sieg von François Hollande bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich will der siegreiche Sozialist den Fiskalpakt noch einmal aufschnüren und wesentlich mehr Geld für Wachstum ausgeben. Wird Hollande damit zum Problem für Europa? "Nein", meint Finanzminister Schäuble im Interview mit den Tagesthemen. mehr
Die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland könnten den Kampf gegen die Euro-Krise erschweren. Ob die neuen Regierungen die Sparpolitik fortsetzen, ist unsicher. Trotzdem: "Der Fiskalpakt wird bleiben", meint ARD-Korrespondent Rolf-Dieter Krause im Gespräch mit tagesschau.de. Und auch der Euro werde überleben. mehr
Politiker der EU kritisieren Standard & Poor's heftig für die Entscheidung, eine Reihe von Euro-Ländern herabzustufen. Dieser Schritt ist gerechtfertigt, glaubt hingegen Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Mayer. Investoren dürften sich dem Urteil der Agenturen aber nicht sklavisch beugen, sagt er im tagesschau.de-Interview. mehr
Die Retourkutsche aus Ankara kam prompt: Als Reaktion auf das französische Völkermord-Gesetz hat der türkische Ministerpräsident Erdogan nun seinerseits Frankreich Völkermord in Algerien vorgeworfen. Scharfe Töne richtete er auch gegen Präsident Sarkozy. Der türkische Botschafter in Paris flog nach Hause. mehr
Die G20-Finanzminister sind in Paris zu Gesprächen zusammengekommen. Welche Bedeutung hatte das Bündnis während der Finanzkrise? Und wie sehen die Pläne für die kommenden Monate aus? mehr
Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident haben ihren Kompromiss zum Stabilitätspakt als Erfolg präsentiert. Nur aus Schweden kommt dazu Widerspruch. Der Kompromiss ist bei genauer Betrachtung eine Mogelpackung, meint Birgit Schmeitzner. Der Schwur der EU-Staaten, ein zweites Fiasko wie im Fall Griechenland zu verhindern, verblasst. mehr
"Ja" oder "Nein" - so einfach ist die EU-Welt oft nicht. Das gilt auch für die Frage, ob die EU denn nun wegen der Roma-Abschiebungen gegen Frankreich vorgeht: Zunächst hieß es, man habe ein Verfahren beschlossen. Wenig später war dann von einem Ultimatum die Rede. mehr
Tausende Roma hat Frankreich seit Jahresbeginn nach Rumänien und Bulgarien abgeschoben. Nach Ansicht der EU-Kommission war das ein Verstoß gegen die EU-Freizügigkeitsregeln. Nun erhöht die EU den Druck: Wenn Frankreich nicht bis Mitte Oktober einlenkt, will die EU ein Verfahren gegen das Land einleiten. mehr
Der Wirtschaftshistoriker Abelshauser sieht wegen der Bankenkrise ein Umdenken. Das US-Modell tauge nicht für Europa, so Abelshauser gegenüber tagesschau.de. Der "Rheinische Kapitalismus" gewinne wieder Anhänger - und auch ein fast vergessenes Wort kehre zurück: Verstaatlichung. mehr
Mit seinem Kabinett hat Frankreichs Präsident Sarkozy nicht nur die versprochene Gleichbesetzung mit Frauen und Männern wahr gemacht. Als Zeichen der Öffnung ist neben einem Zentrumspolitiker auch ein Mitglied der oppositionellen Sozialisten im Team - zumindest noch. mehr
Sieben Ministerinnen und acht Minister gehören neben Premier Fillon zur neuen französischen Regierung. Mit seinem "Kabinett der Öffnung" will der konservative Präsident Sarkozy in den kommenden Monaten zahlreiche Reformen durchsetzen. Zur Mannschaft gehören auch ein Sozialist und ein Zentrumspolitiker.
Die Studenten fürchten um ihre soziale Sicherheit, ihre Eltern um die Zukunft ihrer Kinder, die Gewerkschaften um die Garantie fester Arbeitsverträge. Diese Ängste seien der Motor für die Proteste in Frankreich gegen das neue Kündigungsgesetz, so der Soziologe Dubet gegenüber tagesschau.de.
Seit Tagen laufen Frankreichs Schüler und Studenten Sturm gegen ein Gesetz, das es Firmen erlaubt, jungen Menschen unter 26 fristlos und ohne Begründung zu kündigen. Der Premier gerät immer stärker unter Druck. "Das kann Villepin den Kopf kosten", sagt ARD-Korrespondentin von Haaren im tagesschau.de-Interview.
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