
Hamburg Hamburger Wohnungswirtschaft: "Jede Wohnung zählt"
Hamburgs Wohnungswirtschaft schickt einen ungewöhnlichen Alarmruf los: "Jede Wohnung zählt", so heißt eine neue Kampagne. Politik aber auch alle Menschen in der Stadt müssten endlich wachgerüttelt werden, so die Botschaft.
Die Wohnungsnot in Hamburg und dem Umland wächst und wächst. Laut Initiator der Kampagne würden bald soziale Verwerfungen drohen.
Brahmst: "Die Lage ist ernster als ernst"
Laut wie nie warnt Initiator Kay Brahmst, Chef des Wohnungsverbands BFW Nord: "Die Lage ist tatsächlich auf dem Wohnungsmarkt ernster als ernst. Das Problem ist, es werden nicht mal mehr zehn Prozent der Wohnungen pro Jahr errichtet, sowohl in Hamburg als auch in den Nachbarbundesländern, die wir eigentlich bräuchten." Und Neubauten brauchen drei Jahre, in denen die Krise wächst.
"Wünsch-dir-was-Einstellung beenden"
Deshalb die Kampagne "Jede Wohnung zählt": "Wir müssen alle unsere Wünsch-dir-was-Einstellung beenden. Fangen Wir bei der Verwaltung an: Sie möchten noch mehr Stellplätze, eine Tiefgarage für Lastenräder und die Nachbarn möchten zwar, dass Wohnungsbau passiert, aber nicht in ihrer Nähe." Warum gibt es keine Demos für Wohnungsbau, fragt Brahmst. Außerdem müsse die Politik die Mehrwertsteuer für Neubauten halbieren, damit sich endlich etwas tue.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.04.2025 | 16:00 Uhr