Zwei Kugelschreiber liegen auf einem Antragsformular für Kurzarbeitergeld.

Hamburg Hamburger Wohlfahrtsverbände berichten über Probleme mit Behörden

Stand: 04.04.2025 08:00 Uhr

Anträge werden nicht rechtzeitig bearbeitet, Ansprechpartner in Behörden sind nicht erreichbar, auf Nachfragen gibt es keine Rückmeldung - diese und andere Probleme kennen viele Hamburgerinnen und Hamburger. Mehr als 3.700 Fälle mit Behörden sind den Wohlfahrtsverbänden in Hamburg gemeldet worden.

Das gilt für einen Zeitraum für etwas mehr als 14 Monate. Im "Monitor Verwaltungshandeln" haben Beratungsstellen Probleme gemeldet, die sie - beziehungsweise Menschen, die zu ihnen kommen - mit Behörden haben.

Meiste Probleme beim Jobcenter und Amt für Migration

Die meisten Probleme gab es danach im Jobcenter und beim Amt für Migration. In fast der Hälfte der Fälle war niemand dort persönlich oder telefonisch erreichbar. Häufig waren auch eingesandte Unterlagen nicht vorhanden oder es dauerte lange, bis Anträge bearbeitet wurden.

Unverständliche Unterlagen von der Verwaltung

Es ist nicht akzeptabel, dass Menschen ohne Hilfe von Beratungsstellen nicht zu ihrem Recht kommen, sagt Sandra Berkling von der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg. Die Verwaltung gebe Unterlagen aus, die so nicht verständlich sind: "Das sind die Beratungsstellen, die den Menschen erklären, wie diese Unterlagen auszufüllen sind. Das müsste aber eigentlich die Verwaltung machen."

Wohlfahrtsverbände fordern Erreichbarkeit

Die Wohlfahrtsverbände fordern unter anderem, dass Behörden zuverlässig erreichbar sind und dass in Notlagen unbürokratisch überbrückt wird, wenn Leistungen wegen langer Bearbeitungszeit nicht ausgezahlt werden können.

Dieses Thema im Programm:
NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 03.04.2025 | 19:30 Uhr