
Schleswig-Holstein Warnstreik bei Kieler und Lübecker Nachrichten
Die Journalistinnen und Journalisten sind in Kiel und Lübeck einem Streikaufruf des Deutschen Journalistenverbands gefolgt.
In den Redaktionen der Kieler Nachrichten sowie der Lübecker Nachrichten haben am Mittwoch (19.3.) mehr als 50 Beschäftigte die Arbeit niederlegt. Der Deutsche Journalistenverband Nord (DJV) hatte zu einem Warnstreik aufgerufen. Wie genau sich der Streik auf das Angebot der Redaktionen auswirken wird, ist nach Angaben von DJV-Nord-Geschäftsführer Stefan Endter unklar. Ein LN-Redakteur teilte auf NDR Anfrage mit, dass es am Donnerstag wohl eine Zeitung geben werde, in welchem Umfang sei aber unklar. Am Vormittag versammelten sich nach LN-Angaben etwa 25 Beschäftigte der Zeitung vor dem Holstentor in Lübeck. In Kiel waren demnach etwa 30 Mitarbeitende der Kieler Nachrichten vor dem Verlagsgebäude am Asmus-Bremer Platz zusammengekommen.
Die Arbeitgeberseite in Form des Bundesverbands der Digitalpublisher und Zeitungsverleger bietet einen Tarifvertrag über drei Jahre an - mit einem Gehaltsplus von zuerst 120 Euro monatlich im ersten Jahr sowie in den beiden kommenden Jahren von 1,5 und einem Prozent. Für den DJV ist das laut Endter inakzeptabel. Der Verband fordert ein Lohnplus von 10,5 Prozent.

Vor dem Holstentor in Lübeck oder vor dem Verlagshaus in Kiel: Die Journalistinnen und Journalisten versammelten sich am Streiktag.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.03.2025 | 16:30 Uhr