
Niedersachsen US-Zölle auf Autos: Emder Seehafen in Sorge
Die angekündigten US-Zölle auf Autoimporte bereiten auch dem Seehafen in Emden Sorgen. Dort werden jährlich rund 250.000 Autos in die USA exportiert. Der Hafenvorstand hofft auf die Kaufkraft der Amerikaner.
Der Emder Seehafen ist der drittgrößte Autoverladehafen in Europa - und eine wichtige Drehscheibe für den Import und Export, vor allem für Fahrzeuge von VW. Pro Jahr werden dort nach Angaben der Emder Hafenförderungsgesellschaft 1,2 bis 1,3 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen. Davon wurden zuletzt rund 70 Prozent exportiert. Die amerikanische Zollpolitik sei daher beunruhigend. "Aber wir sehen die ganze Sache realistisch und gehen sie besonnen an", sagte Reinhard Hegewald, Vorstand der Emder Hafenförderungsgesellschaft. Derzeit beträgt der Anteil von Autos, die in die USA exportiert werden, laut Hegewald rund 20 bis 30 Prozent.
Emden: Vor allem hochpreisige Autos gehen in die USA
Von Emden aus werden nach Angaben der Hafenförderungsgesellschaft überwiegend hochpreisige Fahrzeuge in die Vereinigten Staaten exportiert. Hegewald setzt daher darauf, dass die Menschen in den USA bereit sind, auch etwas höhere Preise für ihre Autos zu zahlen. "Wir hoffen sehr, dass die kaufkräftigen Käufer in Amerika nicht so genau auf den Dollar achten, wenn in Amerika Zölle auf den Endverbraucherpreis aufgeschlagen werden, sodass das nur wenige Auswirkungen auf unser Umschlagsgeschehen hier in Emden hat", sagte der Vorstand der Hafenförderungsgesellschaft. US-Präsident Donald Trump hatte Ende März angekündigt, künftig Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Autoimporte zu erheben.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 03.04.2025 | 07:30 Uhr