Nahaufnahme einer Sirene an einer Schule, daneben die geöffnete Warn-App NINA auf einem Smartphone

Mecklenburg-Vorpommern Regionale Warntage in MV: Heute Sirenen- und App-Tests

Stand: 05.04.2025 00:00 Uhr

In Rostock und Schwerin sowie dem Landkreis Vorpommern-Greifswald werden heute die Warnsysteme überprüft. Zusätzlich sind das Deutsche Rote Kreuz und die Feuerwehr am Vormittag auf den Marktplätzen in Anklam, Pasewalk und Greifswald unterwegs.

Heute finden in mehreren Regionen Mecklenburg-Vorpommerns Warntage zur Überprüfung der Warnsysteme statt. Diese Tests dienen der technischen Kontrolle sowie der Sensibilisierung der Bevölkerung für Notfallsituationen. Neben Sirenen werden auch digitale Warnkanäle wie das Modulare Warnsystem (MoWaS) und Warn-Apps getestet. Die nächste Probe findet am 11. September 2025 im Rahmen des bundesweiten Warntages statt. An diesem Tag werden sämtliche Warnsysteme in ganz Deutschland getestet.

Rostock übt für den Ernstfall

Um 11 Uhr beginnt in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock der "Rostocker Warntag". Neben der Funktionstüchtigkeit der Sirenenanlagen wird auch die Alarmierung über digitale Warnkanäle geprüft. "Im Ernstfall muss jede Sekunde optimal genutzt werden. Wir sind deshalb froh, als Kommune schon frühzeitig den Bevölkerungsschutz wieder stärker in den Blick genommen zu haben", sagte Chris von Wrycz Rekowski, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung. Seit 2021 werden in Rostock zweimal jährlich Probealarme durchgeführt. Die Tests umfassen das Abspielen verschiedener Sirenensignale: "Warnung", "Feuer" und "Entwarnung".

Probewarnungen auch in Schwerin

In Schwerin findet ebenfalls ein städtischer Warntag statt. Ab 11 Uhr werden an dem Sonnabend die Sirenen an 17 Standorten im Stadtgebiet ausgelöst. Die Probewarnung beginnt mit einem einminütigen Dauerton, gefolgt vom Sirenensignal "Bevölkerungswarnung" (eine Minute Heulton). Um 11.45 Uhr erfolgt eine abschließende Entwarnung mit erneutem einminütigen Dauerton. Zusätzlich werden Warnmeldungen über Stadtinformationsanlagen der Firma Ströer sowie über die Warn-Apps "NINA" und "KATWARN" verbreitet. "Regelmäßige Warntests sind ein wichtiger Bestandteil der Katastrophenvorsorge. Sie ermöglichen es den Einwohnerinnen und Einwohnern, sich mit den verschiedenen Signalen vertraut zu machen, um im Ernstfall richtig zu reagieren", erklärte Simon Küpper, zuständig für Zivil- und Katastrophenschutz bei der Berufsfeuerwehr Schwerin.

Erstmals "Warntag Vorpommern-Greifswald"

Erstmals findet heute auch der "Warntag Vorpommern-Greifswald" statt. Dieser wird seit diesem Jahr zusätzlich zum bundesweiten Warntag im September ausgetragen. Landrat Michael Sack (parteilos) betont die Notwendigkeit dieser Maßnahme: "Besondere Ereignisse wie Stürme, Hochwasser oder Stromausfälle führen uns immer wieder vor Augen, wie wichtig eine zuverlässige Warn-Infrastruktur und ein sicherer Umgang mit Gefahrensituationen sind." Im Landkreis Vorpommern-Greifswald werden insgesamt 268 Sirenen getestet, darunter neun in Greifswald. Diese Warnmittel wurden in den vergangenen Jahren mit Bundesmitteln gefördert: 42 neue Sirenen wurden 2022 installiert, sechs weitere im letzten Jahr.

Neben Sirenen auch Aktionen von DRK und Feuerwehr

Zusätzlich zum Sirenentest sind das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Feuerwehr am Vormittag auf Marktplätzen in Anklam, Pasewalk und Greifswald unterwegs. Dort wollen sie mit Menschen ins Gespräch kommen und das Projekt "Bevölkerungsschutz in der Kiste" vorstellen. Dabei geht es darum, welche Dinge man in einem Rucksack parat haben sollte, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. "Wir wollen zeigen, wie man den Bevölkerungsschutz ganz einfach denken kann", so Patrick Leithold vom DRK Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald. "Das zeigen wir spielerisch und anhand von ganz praktischen Beispielen." Das DRK wird von 10:30 Uhr bis 12 Uhr auf den Marktplätzen in Anklam und Pasewalk sein, die Berufsfeuerwehr Greifswald von 10 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz der Hansestadt.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 05.04.2025 | 07:00 Uhr