Feuerschiff Elbe 1 auf dem Schiffslift der Volkswerft Stralsund

Mecklenburg-Vorpommern Feuerschiff "Elbe 1" verlässt Volkswerft Stralsund

Stand: 04.04.2025 09:08 Uhr

Die "Elbe 1" ist das weltweit größte Feuerschiff und ist in 40 Dienstjahren mehr als 50 Mal gerammt worden. Der große Sanierungsbedarf an dem 77 Jahre alten Schiff ist abgearbeitet. Nächster Halt: Hamburger Hafengeburtstag.

Auf der Volkswerft in Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) sind die Arbeiten am Feuerschiff "Elbe 1" abgeschlossen. Das größte Feuerschiff der Welt wurde über mehrere Monate umfangreich restauriert. So wurde zum Beispiel ein neues Bugstrahlruder eingebaut. Außerdem wurde verrosteter Stahl ausgetauscht und auch die Brandmeldeanlagen auf den neuesten Stand gebracht.

Sanierung der "Elbe 1" kostete rund 2,3 Millionen Euro

Auf dem Schiff ist zudem ein neues Holzdeck aus amerikanischer Pinie, einer Douglasienart, verbaut. Dieses Wertholz ist sehr hart und soll besonders langlebig sein. Zum Abschluss gab es dann noch einen frischen feuerroten Anstrich. Die Gesamtkosten für die Arbeiten auf der Werft belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro und sind damit im vereinbarten Kostenrahmen geblieben, sagt Jan Tebbe-Simmendinger, Geschäftsführer von Strela Shiprepair.

In 40 Dienstjahren über 50 Kollisionen

Eigentlich heißt das Schiff "Bürgermeister O'Swald II". Bekannt ist das 1948 gebaute Feuerschiff aber unter dem Namen "Elbe 1". Es zeigte mit seinem Leuchtfeuer in der Elbmündung liegend den einfahrenden Schiffen den Weg in den Hamburger Hafen. An dieser Stelle wurde es während seiner mehr als 40-jährigen Dienstzeit über 50 Mal gerammt. Es ist das Schiff mit den europaweit meisten Kollisionen. Nach der obligatorischen Dichtigkeitsprüfung hat das rund 57 Meter lange und knapp 10 Meter breite Schiff nun die Werft in Stralsund verlassen. In den nächsten Tagen wird es wieder Richtung Cuxhaven auslaufen. Wer möchte, kann das Schiff dann Anfang Mai beim Hamburger Hafengeburtstag bestaunen.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Radio MV | Regionalnachrichten aus Greifswald | 04.04.2025 | 12:40 Uhr