Archivbild: Besucher im Mauerpark genießen das gute Wetter. (Quelle: dpa/Gateau)

Brandenburg Berlin Bis zu 20 Grad: Viel Sonnntagssonne und ab Montag ein bisschen Sahara

Stand: 09.03.2025 11:20 Uhr

Neue Grautöne am Himmel erwarten die Meteorologen erst für die Mitte der kommenden Woche. Bis dahin gibt es fast jeden Tag zweistellige Sonnenstunden, und Temperaturen bis fast 20 Grad. Und dann kommt auch noch die Sahara vorbei.

Am Wochenende ordentlich warm und sonnig, zum Wochenbeginn nicht mehr ganz so schön, aber auch kein nasskühles Wetter wie befürchtet: So lassen sich grob die Wetteraussichten für die kommenden Tage zusammenfassen.

"Sonntag bis 18 Grad und zehn Sonnenstunden", lautet die Vorhersage für das Wochenendfinale von ARD-Wetterdienst-Meteorologe Torsten Walter. "Hier wirkt jetzt noch das ausgeprägte Hoch 'Ingeborg', das sich aber dann nach Osteuropa zurückzieht und eine unübersichtliche Lage bei uns hinterlässt."

Ein Kiefernwald vom Landesbetrieb Forst Brandenburg. Bild: picture alliance, dpa/Patrick Pleul
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Leichte Minustemperaturen in den Nächten

Schönes Frühlingswetter, so Meteorologe Walter, heißt am Sonntag in Zahlen: 15 bis 18 Grad, mit nur sehr wenigen Schleierwolken am Himmel.

"Allerdings: Die Nächte bleiben weiter frisch, mit schnell abfallenden Temperaturen am Abend, das heißt: keine milde Frühlingsluft mehr, wenn die Sonne weg ist", so der Meteorologe. Nachts könnten die Temperaturen in der Nacht zum Montag noch ortsweise auf Minusgrade von ein oder zwei Grad zurückgehen, an einigen Orten auch darunter.

Saharastaub - mit der höchsten Konzentration am Montag

Mit dem milden Wetter und den Winden kommt in diesen Tagen aus dem Süden Saharastaub
nach Deutschland. Die Konzentration allerdings ist am Wochenende in Berlin und Brandenburg nach Angaben von Meteorologe Walter noch eher gering. "Die höchste Konzentration erwarten wir hier für die Region am Montag, da hat es dann auch aufgrund des Staubs die Sonne ein bisschen schwerer." Da aber auch das Niederschlagsrisiko am Montag noch sehr gering bleibe, sei auch die Wahrscheinlichkeit von Auswaschungen des Sandes gering, dass es sich also vielleicht auf Autodächern oder glatten Flächen niederschlagen könnte, sei unwahrscheinlich. Kurz: Der Staub ist da, seine Auswirkungen und seine Sichtbarkeit aber bleiben vage.

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Ab Mittwoch wohl erst größere Schauerneigung

Die zuletzt noch als erheblicher Wetterumschwung angekündigte Abkühlung zu Beginn der nächsten Woche tritt nach Angaben von ARD-Wetterdienst-Meteorologe Walter zunächst nicht ein: "Abkühlung? - Ja, die ist aber nicht so dramatisch und erst ab Dienstag, eher Mittwoch dann so richtig spürbar."

Die Wetterlage wird ab Dienstag laut Walter "ein wenig unübersichtlich": "Es gibt nicht ein einziges Tief, das da kommt, sondern mehrere kleine Tiefs, die so ein wenig rumeiern, dann über Deutschland verenden und so einige Wolken, aber kaum Regen bringen. Eigentlich keine große Wetterumstellung, sondern eher neue Grautöne."
 
Erst für Mittwoch - so die grobe Voraussicht - rechnet der Meteorologe mit stärker sinkenden Temperaturen auf dann nur noch einstellige Werte und "eine größere Schauerneigung".

Sendung: Antenne Brandenburg, 9.3.2025, 10 Uhr