Ein Fahrradfahrer fährt am 29.07.2014 in Münster (Nordrhein-Westfalen) am Aasee an einem Warnschild für Baumarbeiten vorbei.

Sachsen-Anhalt Forstarbeiter im Burgenlandkreis tödlich verunglückt – Polizei ermittelt

Stand: 07.03.2025 10:48 Uhr

Bei Baumarbeiten in einem Waldstück nahe Herrengosserstedt kam es am Mittwochvormittag zu einem tragischen Unfall. Ein 24 Jahre alter Forstarbeiter wurde von einem gefällten Baum getroffen und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Polizei und das Landesamt für Verbraucherschutz prüfen nun, ob fahrlässiges Verhalten zu dem Unfall führte.

Von MDR SACHSEN-ANHALT

Am Mittwochvormittag ist es in einem Waldstück bei Herrengosserstedt im Burgenlandkreis zu einem tödlichen Arbeitsunfall gekommen. Laut Polizei war ein 24-jähriger Forstarbeiter aus Nebra dort im Auftrag eines Forstdienstleistungsunternehmens mit Baumschnittarbeiten beschäftigt. Während der Arbeiten traf ihn demnach ein gefällter Baum und fügte ihm schwerste Verletzungen zu.

Rettungskräfte kämpften vergeblich um sein Leben

Kollegen vor Ort leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein, um das Leben des jungen Mannes zu retten. Auch der alarmierte Notarzt kämpfte um den Verunglückten, musste jedoch kurz darauf seinen Tod feststellen.

Polizei untersucht mögliche Fremdverantwortung

Die Polizei untersucht nun den Angaben zufolge gemeinsam mit dem Landesamt für Verbraucherschutz die genauen Umstände des Unfalls. Dabei werde geprüft, ob eine fahrlässige Handlung eines Kollegen des Verunglückten zu dem Unglück geführt haben könnte. Nach dem Arbeitsunfall habe es durch Experten vom Landesamt eine Begehung der Unfallstelle gegeben. Weitere Details zur Unfallursache waren zuletzt noch nicht bekannt.

Viele Gefahren bei Forstarbeit

Baumfällarbeiten gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Forstbereich. Trotz Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen kommt es immer wieder zu schweren oder tödlichen Unfällen. Die Ermittlungen sollen nun klären, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

MDR (dkn) | Erstmals veröffentlicht am 06.03.2025