Verleger Jens Korch

Sachsen "Wer hat den Nischel geklaut?": Aus Chemnitzer Krimi-Wettbewerb entstehen zwei Bücher

Stand: 09.03.2025 10:00 Uhr

In Chemnitz wird es kriminell. Ein Kurzkrimi-Wettbewerb hatte Hobby- und Profiautoren dazu aufgerufen, eine Geschichte mit Tatort Chemnitz zu schreiben und einzureichen. Nun enstehen daraus zwei Bücher.

Von MDR SACHSEN

Ob wilde Verfolgungsjagd auf dem Südring, Diebesgut im Stadtpark oder Mord am Nischel: Der Fantasie waren beim Chemnitzer Kurz-Krimi-Wettbewerb zum Kulturhauptstadtjahr keine Grenzen gesetzt. Organisator und Chemnitzer Verleger Jens Korch zeigt sich begeistert über die Rückmeldungen. "Also ich hatte gehofft, dass es vielleicht so zehn, zwanzig Einsendungen werden", sagt er. Bis Ende November gingen dann allerdings 120 Kurz-Krimis bei ihm ein.

Verleger Jens Korch

Verleger Jens Korch ist begeistert über die zahlreichen Einreichungen für seinen Chemnitzer Krimi-Wettbewerb.

"Das ist wirklich eine Menge, die man auch lesen muss", so Korch. "Zum Glück hatte ich aber eine Jury, aktive Juroren, die mir alle geholfen haben, das zu bearbeiten." Die Jury bestand unter anderem aus Vertretern der Chemnitzer Polizei, der Technischen Universität oder auch der Stadtbibliothek.

Karl-Marx-Kopf ist beliebtester Tatort

Ein Drittel der Autoren kam aus Chemnitz, viele der anderen hatten zumindest einen Chemnitz-Bezug. Und bei den Chemnitzer Tatorten gab es viele Ideen. "Platz eins war tatsächlich der Karl-Marx-Kopf, der in mehreren Geschichten auftaucht", sagt Korch. "Dann passiert viel um den Schlossteich, das Wasserschloss Klaffenbach ist dabei, eine Geschichte spielt im Rabensteiner Wald. Der Brühl spielt eine Rolle, also ist schon querbeet so eine kleine Stadtkarte von Chemnitz entstanden."

Aus den 120 Einsendungen wurden am Ende 60 ausgewählt. Diese sollen zur Leipziger Buchmesse in zwei Büchern unter den Titeln "Wer hat den Nischl geklaut?" und "Das Geheimnis des Luxorpalastes" im Paperento Verlag erscheinen. Finanziert wird das Projekt vom Verlag. Am 7. April soll es dann in der Universitätsbibliothek die große Chemnitz-Premiere mit den Autorinnen und Autoren für rund 200 Gäste geben.

MDR (ali/nok)