
Sachsen Weiterer Fall von Tuberkulose in Dresden
Nachdem in der vergangenen Woche in einer Kita zwei Fälle von Tuberkulose festgestellt wurden, gibt es nun im Umfeld der beiden einen weiteren Fall. Die Erkrankten werden medizinisch versorgt und sind in Quarantäne.
Die Stadt Dresden meldet am Montag einen dritten Fall von Tuberkulose (TBC). Festgestellt wurde die Erkrankung im Zuge einer sogenannten Umgebungsuntersuchung, wie die Stadt mitteilte. Alle drei befinden sich in Quarantäne und werden medizinisch in einem Krankenhaus betreut.
Nachdem zwei Fälle von Tuberkulose in einer Kita vergangene Woche aufgetreten sind, untersuchte das Gesundheitsamt etwa 160 Kontaktpersonen. Weniger als zehn Untersuchungsergebnisse stehen laut Stadt noch aus.

Die Lungenkrankheit Tuberkulose ist selten und meldepflichtigt. (Symbolbild)
Tuberkulose: Bislang weniger Fälle als im Vorjahr
Tuberkulose ist meldepflichtig, auch wenn die Krankheit mit Medikamenten gut behandelt werden kann. In Deutschland tritt die Lungenkrankheit nur selten auf. Auch das Risiko sich anzustecken ist eher gering. In Dresden wurden laut Stadtverwaltung im vergangenen Jahr 34 Infektionen nachgewiesen. Im Jahr davor waren es 18.
Sachsenweit wurden im Januar und Februar 2025 sechs TBC-Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 24 Fälle, wie aus einem Bericht der Landesuntersuchungsanstalt hervorgeht.
Gute Heilungschancen mit Behandlung
Tuberkulose wird durch Bakterien ausgelöst. Die Erreger befallen überwiegend die Lunge und lösen als erstes Zeichen unter anderem Husten aus. Sie können aber auch fast jedes andere Organ betreffen und schwere Erkrankungen auslösen. Ohne Behandlung stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa die Hälfte der Infizierten. Mit einer vier- bis sechsmonatigen Behandlung können rund 85 Prozent der Menschen geheilt werden.
MDR (kav)