
Sachsen Sachsen-Franken-Magistrale soll jetzt doch ausgebaut werden
Die vollständige Elektrisierung der Sachsen-Franken-Magistrale war von der Politik 2022 ad acta gelegt worden. Doch nun werden die Planungen überraschend wieder aufgenommen. Das hängt mit einer neuen Prüfung zusammen.
Die Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke Dresden-Hof-Nürnberg werden wieder aufgenommen. Das hat der amtierende Bundesverkehrsminister Volker Wissing (parteilos) erklärt. Eine aktualisierte Prüfung habe ergeben, dass die sogenannte Sachsen-Franken-Magistrale wirtschaftlich zu betreiben sei, sagte Wissing.

Nach Bamberg, Hof und Lichtenfels ging es auf der Sachsen-Franken-Magistrale bisher nur mit der Diesellok. Das soll sich jetzt ändern.
Kretschmer: Ausbau wichtig für Wirtschaft
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach von einem überfälligen Signal. Der Ausbau sei eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn. Der Abzweig der Magistrale vom bayrischen Marktredwitz ins tschechische Cheb (Eger) ist Teil des Projekts und soll eine Verbindung zu den Bahnstrecken nach Pilsen und Prag schaffen.
Während aktuell die Gleise in Sachsen bereits elektrifiziert sind, fehlt auf bayrischer Seite zwischen Hof und Nürnberg auf etwa 140 Kilometern die Oberleitung. Auf diesem Abschnitt sind deshalb nach wie vor Dieselloks unterwegs.
Vorplanungen waren bereits abgeschlossen
Dabei hatte die Deutsche Bahn die Vorplanungen 2021 bereits abgeschlossen. Daraufhin prüfte das Bundesverkehrsministerium das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Projektes. Ergebnis: Der Ausbau sei nicht wirtschaftlich genug. Das Projekt liegt deshalb seit 2022 auf Eis. Die betroffenen Kommunen kämpfen seit über 30 Jahren um den Lückenschluss.
MDR (sth/tbi)/dpa