Das Bach-Denkmal im Hof der Thomaskirche in Leipzig, drumherum Blätter von Bäumen.

Sachsen Leipziger Bach-Wettbewerb in Jubiläums-Ausgabe

Stand: 13.03.2025 16:09 Uhr

Beim internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig treten bis zum 21. März 30 junge Musikerinnen und Musiker aus 13 Ländern an. In diesem Jahr feiert der Wettbewerb Jubiläum – vor 75 Jahren fand er das erste Mal statt. Beim ersten Wettstreit saß 1950 der Komponist Dmitri Schostakowitsch in der Jury. Der aktuelle künstlerische Leiter, Michael Maul, erläuterte bei MDR KULTUR, warum der international renommierte Musikwettbewerb jetzt jährlich statt zweijährig und außerdem schon im März und nicht mehr im Sommer stattfindet.

Von MDR Kulturdesk

Seit dem 13. März 2025 läuft der diesjährige Bach-Wettbewerb in Leipzig. Kennern fällt es womöglich gleich auf: Bisher fand der renommierte Musikwettstreit immer im Sommer statt, jetzt ist er in den März gerutscht. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig und neuer künstlerischer Leiter des Bach-Wettbewerbs, erklärte bei MDR KULTUR, dass Fokussierung und Sichtbarkeit der Grund für die Entscheidung gewesen seien.

Blick auf die Eingangseite des Gewandhauses Leipzig, im Vorder grund der Mende-Brunnen

Im Gewandhaus in Leipzig findet am 21. März das Finale des Bach-Wettbewerbs 2025 statt.

Es gibt aber noch andere, ganz praktische Gründe, denn am 21. März hat der Namensgeber Johann Sebastian Bach Geburtstag – 340 Jahre alt wird der Komponist in diesem Jahr. Ein guter Zeitpunkt also, beim Wettbewerb einen neuen Bach-Star zu küren, meint Maul. Im europäischen Raum seien in diesem Zeitraum außerdem oft Semesterferien – die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten also unterrichtsfrei.

Schostakowitsch in der Jury vom ersten Bach-Wettbewerb 1950

Bisher fand der Wettbewerb alle zwei Jahre statt. Ab 2025 gibt es ihn jährlich – dafür nur noch in jeweils einem Fach. In diesem Jahr ist das Klavier an der Reihe.

Auch das hat einen guten Grund, der mit der Erstauflage des Bach-Wettbewerbs im Jahr 1950 zu tun hat. In der Jury saß damals kein Geringerer als Komponist und Pianist Dmitri Schostakowitsch (1906-1975), der 2025 seinen 50. Todestag hat. Damals gewann die sowjetische Pianistin Tatjana Petrowna Nikolajewa (1924-1993). Schostakowitsch schrieb später für sie – und auch inspiriert durch Bachs "Wohltemperiertes Klavier" – seine 24 Präludien und Fugen op. 87.

Dmitri Schostakowitsch, ein Mann mit Brille und Anzug sitzt in einer Publikums-Stuhlreihe und lehnt sich auf den Vorderstuhl.

Beim ersten Bach-Wettbewerb saß 1950 Dmitri Schostakowitsch in der Jury.

Im Bach-Wettbewerb 2026 wird dann die Violine im Mittelpunkt stehen.

Informationen zum Bach-Wettbewerb 2025

13. bis 21. März 2025

Aus 80 Videoeinsendungen wurden 30 Musikerinnen und Musiker ausgewählt, die aus 13 Ländern stammen. Sie sind zwischen 17 und 31 Jahren alt.

1. Runde in der Alten Börse
Freitag, 14. März 2025: 10 Uhr und 17 Uhr
Samstag, 15. März 2025: 10 Uhr und 17 Uhr

2. Runde an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy"
Montag, 17. März 2025: 10 Uhr und 18 Uhr
Dienstag, 18. März 2025: 10 Uhr

Der Eintritt zur 1. und 2. Runde ist frei.

Das Finale des Bach-Wettbewerbs 2025 findet am 21. März um 18 Uhr im Gewandhaus statt. Der MDR überträgt live.

Zu hören sein werden die drei Finalisten bzw. Finalistinnen sowie das MDR-Sinfonieorchester mit Dirigent Enrico Delamboye. Die jungen Talente spielen Johann Sebastian Bachs "Chromatische Fantasie" und "Fuge d-Moll" sowie Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Clara Schumann oder Edvard Grieg.

Kartenpreis für das Finale: 30 Euro, ermäßigt 20 Euro, Schüler und Studenten 5 Euro

Quelle: MDR KULTUR (Carsten Tesch), Bach-Wettbewerb
Redaktionelle Bearbeitung: jb, lk, op