
Sachsen Bundesschülerkonferenz fordert zehn Milliarden Euro für Schulen
Die größte Schülervertretung in Deutschland hat auf ihrer Tagung in Dresden ein milliardenschweres Sofortprogramm verlangt. Der Bundesschülerkonferenz bereitet auch ein Rechtsruck an Schulen in Ost und West Sorgen.
Die Bundesschülerkonferenz (BSK) hat in Dresden ein Sofortprogramm für Schulen verlangt. Der 45 Maßnahmen umfassende Forderungskatalog richtet sich an die Bundesregierung. Darin heißt es, zehn Milliarden Euro seien nötig, um die dringendsten Probleme anzugehen. Demnach beläuft sich der Sanierungsstau an Schulen bundesweit auf insgesamt 55 Milliarden Euro. Nach Angaben der bundesweit größten Schülervertretung wird unter anderem mehr Geld für Digitalisierung und die Schulsozialarbeit benötigt.
Rechtsruck und Mobbing beklagt
Zudem haben die Jugendlichen einen stärker werdenden Rechtsruck an den Schulen beklagt. Wie die Vorsitzende des Landesschülerrats Sachsen, Amy Kirchhof, betonte, ist das längst kein Ostproblem mehr. Sie plädierte für mehr politische Bildung in der Schule - und das fächerübergreifend. Überdies setzen sich die Schüler für ein kostenloses Mittagessen an den Schulen ein.
Auch müsse die mentale Gesundheit der Schüler gestärkt werden, hieß es weiter. Leistungsdruck, Mobbing und unzureichende Unterstützung führten zu übermäßigem Stress und psychischen Erkrankungen. Der Konferenz gehören Schülervertretungen aus 15 Bundesländern an.

Schulen sind in Krisenzeiten von Kürzungen und Sanierungsstau betroffen. Dagegen macht die Bundesschülerkonferenz 2025 mobil. (Symbolbild)
MDR (bdi/aka/wim)/dpa