
Sachsen Betrug statt Profit: Sachsen verlieren hohe Summen an Krypto-Betrüger
Ein Rentner aus Plauener überweist rund 95.000 Euro an Betrüger; ein Zwickauer eine fünfstellige Summe. Die Polizei warnt erneut vor unseriösen Investmentangeboten mit hohem Gewinnversprechen aus dem Internet.
Die Polizei warnt vor unseriösen Krypto-Geschäften. Anlass ist ein Fall aus Plauen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilten, hat ein Rentner seit Juli insgesamt rund 95.000 Euro an Betrüger verloren.
Im Sommer 2024 sah er eine Internetanzeige, in der ein Prominenter angeblich das Geheimnis seines Reichtums preisgab. Der Rentner eröffnete daraufhin ein Konto bei einer Kryptobörse. Laut Polizei keine seriöse. Mehrfach überwies der Plauener auf Anraten vermeintlicher Finanzexperten Geld auf ausländische Konten, in dem Glauben, es werde in Kryptowährungen investiert.
Zusätzlich brachte sich der Rentner selbst mit dem Gesetz in Konflikt: Ein weiteres Betrugsopfer überwies Geld auf das Konto des Rentners. Weil er dieses Geld weitertransferierte, machte er sich strafbar. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche.

Die Polizei warnt vor dubiosen Investmentangeboten aus dem Internet mit hohen Gewinnversprechen. (Symbolbild)
Zwickauer um mittleren fünfstelligen Betrag betrogen
In einem weiteren Fall wurde ein 58-jähriger Mann aus Zwickau um einen fünfstelligen Betrag gebracht. Wie die Polizei mitteilte, kontaktierten Unbekannte den Zwickauer über eine Messenger-App. Sie boten dem Opfer ein Spiel mit geringer Verdienstmöglichkeit an und vermittelten ihm den Kontakt zu einem weiteren mutmaßlichen Täter. Über einen längeren Zeitraum überzeugte dieser den Geschädigten, einen mittleren fünfstelligen Betrag in Kryptowährungen zu investieren.
Mehrere Teilbeträge wurden über eine Wallet-App auf ein ausländisches Konto überwiesen. Als der Geschädigte schließlich versuchte, sich das Geld auszahlen zu lassen, wurde der Betrug aufgedeckt.
Die Polizei warnt eindringlich vor Investmentangeboten im Internet, die hohe Gewinne versprechen. Nutzer sollten stets die Seriosität der Anbieter überprüfen, insbesondere ob ein Impressum vorhanden ist, und skeptisch bleiben, wenn Geld auf ausländische Konten überwiesen werden soll.
Eine kurze Internetrecherche kann oft helfen, die Vertrauenswürdigkeit eines Anbieters zu überprüfen. Zudem sollten Nutzer alarmiert sein, wenn sie aufgefordert werden, Geldbeträge von fremden Konten weiterzuüberweisen, da dies auf Geldwäsche hindeuten könnte. Auch das Übermitteln von Ausweisdokumenten oder die Installation von Fernzugriffsprogrammen auf dem Computer sollte vermieden werden.
MDR (kav)