
Sachsen Beschäftigte sollen neuen Arbeitsverträgen zustimmen - und auf Lohn verzichten
Für die Beschäftigen der Muldentalkliniken geht es seit Monaten auf und ab. Nach der Insolvenz gibt es einen potenziellen Käufer. Aber die Rettung der Kliniken hieße für die Beschäftigten Einbußen beim Lohn.
Die Diskussion um die Zukunft der Muldentalkliniken geht weiter: Nachdem die Geschäftsführung vorletzte Woche Insolvenz angemeldet hatte, waren die Verkaufsverhandlungen ins Stocken geraten. Doch jetzt haben sich die Tarifpartner, also die Gewerkschaft Verdi und die Sana Kliniken AG, auf einen Arbeitsvertrag für die Beschäftigten geeinigt. Das hat Landrat Henry Graichen (CDU) am Mittwoch in der Kreistagssitzung in Borna gesagt.

Die Muldentalkliniken im Landkreis Leizig sind insolvent. Ein Käufer würde investieren. Dem müssen die Beschäftigten zustimmen, besonders wegen der künftigen Arbeitsverträge, die fürs Personal Einbußen bedeuten.
Jeder Beschäftigte muss für sich entscheiden
Voraussetzung für den Kaufvertrag sei, dass auch die Mitarbeitenden den Plänen zustimmen. Dabei geht es unter anderem auch um Gehaltseinbußen von acht Prozent für die Beschäftigten. Bisher werden sie nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahlt. Unter Führung von Sana würde ein Haustarif gelten. Nach Informationen des MDR müssen 95 Prozent der Klinik-Beschäftigten zustimmen, sonst platzt der Verkauf.
Sonderkreistag Ende März
Am 24. März sollen auf einem Sonderkreistag die Änderungen am Kaufvertrag bestätigt werden. Danach muss noch das Kartellamt der Übernahme durch die Sana Kliniken zustimmen. Sollten die nötigen Schritte geklärt sein, könnte ein wirtschaftlicher Übergang mit dem neuen Eigentümer zum 1. Mai umgesetzt werden, sagte Landrat Graichen.
MDR (kk/ukö/uli)