Ein gelbes Ortschild des Dorfs Keyenberg (neu) bei Erkelenz im Kreis Heinsberg

Nordrhein-Westfalen Neue Namen für alte Braunkohle-Dörfer gesucht

Stand: 16.03.2025 07:38 Uhr

Bis Samstagabend konnten Namensvorschläge für fünf Dörfer bei Erkelenz eingereicht werden. Die Orte sollten eigentlich dem Braunkohleabbau weichen, bleiben nun aber stehen.

Das Land Nordrhein-Westfalen will früher als geplant keine Kohle mehr für die Stromerzeugung abbaggern. Aus diesem Grund wird der Braunkohle-Tagebau Garzweiler nicht so groß wie geplant. Deshalb können auch die fünf Dörfer bei Erkelenz stehen bleiben, die eigentlich abgerissen werden sollten.

Neue Namen für Dörfer im Braunkohletagebau Garzweiler

Konkret geht es um diese Orte:

  • Keyenberg
  • Kuckum
  • Oberwestrich
  • Unterwestrich
  • Berverath
Ortsschild Morschenich-Alt mit dem Zusatz „Ort der Zukunft" in der Gemeinde Merzenich, Kreis Düren

Der Ort Morschenich-Alt wurde bereits umbenannt und heißt seit 2024 "Bürgewald"

Von dort wurden die Menschen schon ab 2016 umgesiedelt in neue Ortschaften. Die haben im Namen jetzt das Wort "neu" stehen, wie zum Beispiel "Keyenberg (neu)". Weil die alten Orte aber nun bleiben, sind die Namen doppelt vergeben - was bei der Stadt Erkelenz für Unmut sorgt. Sie will nicht mehrere Orte mit demselben Namen auf ihrem Stadtgebiet haben, schreibt sie auf ihrer Webseite.

Stadt suchte Namensvorschläge

Mitte Mai soll es die Entscheidung geben, wie welche Orte in Zukunft heißen. Die offizielle Umbenennung soll im Juli 2026 erfolgen. Dafür konnten bis Samstagabend Namensvorschläge über die Website der Stadt Erkelenz eingereicht werden. Die Vorschläge sollen in den kommenden Wochen sortiert und "für die Sitzung der Arbeitsgruppe Tagebau am 29. April 2025 vorbereitet" werden, wie es von der Stadt Erkelenz heißt.

An diesem Tag sollen dann die drei besten Vorschläge für jede Ortschaft ausgewählt werden. Bei diesem Prozess sollen auch die Menschen, die in den Ortschaften wohnen, ein Mitspracherecht bekommen.

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