
Nordrhein-Westfalen Kuh legt Bahnverkehr im Ruhrgebiet lahm
Eine Kuh im Gleis hat am Morgen den Zugverkehr im Ruhrgebiet durcheinandergebracht. Ein Lokführer hatte das Tier entdeckt.
"Wir dachten erst, es ist ein verspäteter Karnevalsgag, aber es sind tatsächlich Kühe", die Durchsagen der Bahn waren schon oft originell. Am Dienstagmorgen waren sie besonders speziell: "Aktuell steht unser Zug, weil in Duisburg-Kaiserberg eine Kuh auf der Fahrbahn steht. Der Bauer und die Polizei sind aber unterwegs, um die Kuh einzufangen".
Viele Verspätungen und Teilausfälle
Um kurz vor 8 Uhr meldete die Bahn eine Streckensperrung rund um das Kreuz Kaiserberg. "Der Grund dafür sind Tiere auf der Strecke", hieß es im Bahn-Portal zuginfo.nrw. Die Formulierung in der Mehrzahl ist bei derartigen Meldungen Standard - tatsächlich handelte es sich nur um eine verirrte Kuh.
Die allerdings reichte aus, um auf der vielbefahrenen Ruhrgebietsstrecke zwischen Duisburg und Essen im morgendlichen Berufsverkehr für viele Verspätungen und Teilausfälle zu sorgen. Ein Lokführer hatte gesehen, dass die Kuh zwischen Mülheim an der Ruhr und Duisburg über das Gleis lief und hat direkt die Polizei informiert.
Kontrollfahrt geplant
Daraufhin wurde die zentrale Bahnstrecke vom Ruhrgebiet bis ins Rheinland gesperrt. Als die Polizei ankam, war gerade ein Mitarbeiter des Bauernhofs dabei, die Kuh wieder einzufangen. Eine Polizeisprecherin sagte am Dienstagmittag, die Kuh sei wahrscheinlich durch ein Loch im Zaun auf die Gleise gelaufen.
Zugverkehr hat sich aufgestaut

Kuh legt Bahnverkehr im Ruhrgebiet lahm
Betroffen waren unter anderem die Linien RE 1, RE 5, RB 42 und S1. Einige Züge wurden nach Angaben eines Bahnsprechers über Wuppertal und Hagen umgeleitet. Nach etwa zwei Stunden war die Strecke wieder frei. "Das Tier habe die Strecke verlassen", teilte die Bahn gegen 10 Uhr mit.
Der Zugverkehr war aber noch länger beeinträchtigt. Elf Nahverkehrslinien waren betroffen, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Züge hätten sich so weit gestaut, dass es auch in Köln und Bochum Probleme gab. Der Fernverkehr wurde über Wuppertal umgeleitet.
Unsere Quellen:
- zuginfo.nrw
- Bahn-Sprecher
- Reisende in der Bahn
- Agentur dpa