Das Wort "Hacked" steht zwischen einem Code aus Nullen und Einsen

Nordrhein-Westfalen Hackerangriff in Mönchengladbach: Spuren führen ins Ausland

Stand: 31.03.2025 12:58 Uhr

Nach dem Hackerangriff auf die Mönchengladbacher Sozial-Holding führen die Ermittlungen ins Ausland - es ging um 100.000 Dollar.

Von Thomas Kalus & Benjamin Sartory

Nach dem Cyber-Angriff auf die Mönchengladbacher Sozial-Holding Mitte März ist das Unternehmen wieder vollständig und sicher am Netz. Das teilte die Stadttochter jetzt mit. Sie betreibt in Mönchengladbach unter anderem mehrere Altenheime.

Auf seiner Homepage hatte das Unternehmen kurz nach dem Angriff eingeräumt, dass sensible Daten von Bewohnern und Mitarbeitenden entwendet und manipuliert wurden. Darunter seien Lohnabrechnungen, Gesundheitsdaten und Passwörter.

Hacker verlangten 100.000 Dollar Lösegeld

Die auf Cybercrime spezialisierte Staatsanwaltschaft Köln bestätigt mittlerweile, dass nach Auswertung der Spuren auch Täter aus dem Ausland beteiligt sein könnten. Die Mönchengladbacher Sozial-Holding selbst hatte schon zuvor von einer russischen Hackergruppe gesprochen. Das bestätigen die Ermittler bisher nicht.

Laut dem betroffenen Unternehmen hatten die Hacker 100.000 Dollar verlangt. Sozusagen als Lösegeld, damit die gehackten Daten wieder entschlüsselt werden. Andernfalls werde man die Daten im Darknet veröffentlichen.

Experten konnten inzwischen einen Teil der Daten wieder sichern. Geld ist laut Staatsanwaltschaft nicht geflossen. Die Sozial Holding hatte zuvor betont, nicht auf die Forderungen der Hacker eingehen zu wollen.

Unternehmen war digital arbeitsunfähig

Die Sozial-Holding beschäftigt knapp 1.000 Menschen. Sie betreibt sieben Altenheime mit rund 600 Dauerpflegeplätzen und bietet darüber hinaus Kurzzeitpflegeplätze an. Daneben versorgt das Unternehmen Schulen täglich mit mehreren Tausend Mahlzeiten und beliefert mit dem Service "Essen auf Rädern" vornehmlich ältere Kunden im gesamten Stadtgebiet.

Versorgung der Altenheim-Bewohner war sichergestellt

Die Versorgung und die Pflege der Altenheim-Bewohner sei trotz der Cyber-Attacke jederzeit sichergestellt gewesen, betont das Unternehmen. "Auch das Essen für die Bewohnerinnen und Bewohner, das Essen auf Räder und das Schulessen ist während der gesamten Zeit problemlos weitergeliefert worden", erklärt Geschäftsführer Helmut Wallrafen.

Unsere Quellen:

  • Stadt Mönchengladbach
  • Polizei Mönchengladbach
  • Sozial-Holding Mönchengladbach