
Brandenburg Grünheide: Wasserverband stimmt angepassten Wasservertrag zu – nun ist Tesla am Zug
Der Streit um einen neuen Wasservertrag zwischen dem US-Autobauer Tesla und dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) ist offenbar beigelegt. Die WSE-Verbandsversammlung stimmte am Mittwochabend mehrheitlich einem Kompromiss zu. Demnach wird Tesla große Mengen an nicht benötigten, sogenannten Wasserkontingenten zurückgeben. Im Gegenzug werden Grenzwerte beim Schmutzwasser angepasst.
"Die Verbandsversammlung hat sich auf die beiden Anlagen, die noch strittig waren, geeinigt. Ich bin guter Hoffnung, dass Tesla das auch annehmen kann und wird", sagte der Verbands-Vorsitzende und Bürgermeister von Fredersdorf-Vogelsdorf, Thomas Krieger (parteilos, bis vor Kurzem CDU), dem rbb. Nach langen Gesprächen seien Änderungen am Vertrag vorgenommen worden. "Es ist ein guter Vertrag für alle Beteiligte und auch für das Unternehmen Tesla."

Tesla könnte Vertrag nach Ostern unterschreiben
Konkret soll der Wasserverband Wasserrechte von knapp 400.000 Kubikmetern pro Jahr zurückbekommen, die bisher Tesla zustanden. "Insofern haben wir jetzt Spielraum, um neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Region darzustellen", so Krieger.
Der angepasste Wasser-Vertrag soll laut Angaben von Krieger nun Tesla zugesandt und möglicherweise nach Ostern unterzeichnet werden, sagte Krieger. "Dann ist das Thema nach anderthalb Jahren Diskussion vom Tisch."

Bereits im Dezember gab es eine Einigung
Bereits vor vier Monaten hatte sich der WSE auf einen neuen Wasservertrag für Tesla geeinigt. Doch dann weigerte sich Tesla im vergangenen Februar, den Vertrag zu unterzeichnen. Zwei Anlagen seien geändert worden, demnach könnte der WSE unter anderem die Wassermengen künftig einseitig anpassen. Laut Tesla habe Verbandsvorsteher André Bähler diese Änderungen nachträglich eingefügt. Das Verhältnis zwischen Tesla und Bähler gilt als belastet.
Der Elektroautobauer Tesla hat in Grünheide (Oder-Spree) den Wasserverbrauch gesenkt. Dadurch ändert sich die Abwasserqualität. Knackpunkte waren höhere Grenzwerte bei der Belastung von Schmutzwasser aus dem Werk, sodass ein neuer Wasservertrag ausgehandelt wurde. Das einzige europäische Tesla-Werk von Elon Musk stellt in Grünheide seit März 2022 Elektroautos her.
Sendung: Antenne Brandenburg, 03.04.2025, 9:30 Uhr