
Brandenburg Trockene Böden und ausbleibender Regen sorgen für ansteigende Waldbrandgefahr
Die Waldbrandsaison in Brandenburg hat begonnen. Am Samstagvormittag ist im Barnim als erstem Brandenburger Landkries die Warnstufe auf vier - "hohe Gefahr" - angehoben worden. Trockene Böden und ausbleibender Regen sorgen für Gefahr. Die ursprünglich für Montag angekündigten Regenfälle werden Meteorologen zufolge erst für Mittwoch erwartet.
Ein Grund für die hohe Warnstufe bereits zum Beginnn der Saison im März sind die trockenen Böden. "Wir starten in eine Situation, die nicht ganz so glücklich ist, weil es im Februar kaum Niederschlag gegeben hat", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel der Deutschen Presse Agentur.
Viele Sonnenstunden, böiger Wind und ausbleibender Regen verschärfen zurzeit die Gefahr.
Erste Brände in diesem Jahr
In den zurückliegenden Tagen gab es bereits die ersten kleinen Waldbrände des Jahres. In einem Waldstück bei Bad Wilsnack (Prignitz) brannte es nach Angaben der Leitstelle am Donnerstag auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern, in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) auf rund 100 Quadratmetern. Bei dem Brand in der Lausitz sei ein Mann verletzt worden, teilte die dortige Leitstelle mit.
Den Brand in der Prignitz konnte der Waldbesitzer bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte löschen. Angaben der Polizeidirektion Nord zufolge hatte er dort in der vergangenen Woche bei Waldarbeiten eine Feuerstelle angelegt, um eine Wurzel zu verbrennen. Offenbar hatten Reste dieser Wurzel das Feuer ausgelöst. Ein finanzieller Schaden entstand wohl nicht.
Die Waldbrandgefahr in Brandenburg war in dieser Woche bereits mehrfach in einzelnen Landkreisen auf die Warnstufe vier angehoben worden. Mitte der Woche galt im Havelland, Barnim, Potsdam-Mittelmark, Märkisch-Oderland und im Landkreis Oder-Spree zwischenzeitlich die vierte Warnstufe. Am Donnerstag in Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und erneut Oder-Spree. Zum Ende der Woche entspannte sich die Lage aber zunächst.
Ministerium ruft zur Vorsicht auf
Nach Angaben des Umweltministeriums [mleuv.brandenburg.de] gilt in allen Landkreisen mit Ausnahme des Barnim die dritte Warnstufe - gleichbedeutend mit einer "mittleren Gefahr". Die Gefahrenstufen reichen von eins (sehr geringe Gefahr) bis fünf (sehr hohe Gefahr).
Das Umweltministerium rief zur Vorsicht auf und verweist darauf, dass menschliches Handeln mehr als 90 Prozent aller Waldbrände verursache. Die Waldbrandgefahr ist laut Ministerium vor allem von der Witterung und der Vegetation abhängig. Brandenburg hat landesweit insgesamt 106 Sensoren im Einsatz, um Waldbrände frühzeitig zu erkennen.
Die Waldbrandsaison geht üblicherweise von März bis Ende September. 2024 verlief sie verhältnismäßig glimpflich, ein extremes Waldbrandjahr erlebte Brandenburg zuletzt 2022, damals gab es über 500 Brände auf mehr als 1.400 Hektar betroffener Fläche.
Sendung: Antenne Brandenburg, 08.03.2025, 9 Uhr