Ein Schild mit der Aufschrift "Waldbrandgefahr" steht im Wald.

Baden-Württemberg Durch Zufall entdeckt: Feuerwehr verhindert Waldbrand knapp

Stand: 01.04.2025 21:49 Uhr

Als die Eigeltinger Feuerwehr ausrückt, glimmt bereits der Waldboden. Dass der Brandherd noch rechtzeitig entdeckt wurde, war Zufall.

Die Feuerwehr Eigeltingen (Kreis Konstanz) ist am Dienstag ausgerückt, um einen Waldbrand zu löschen. Alarmiert wurde sie von einem Radfahrer, der "glimmenden Waldboden" in der Nähe von Honstetten entdeckt hatte, wie es in einer Mitteilung der Feuerwehr heißt.

Als die Einsatzkräfte am Brandherd ankamen, hätten sie rund 25 Quadratmeter des Waldbodens abgelöscht. Dabei habe aufgrund von starkem Wind die Gefahr bestanden, dass sich der Brand auf Bäume und andere Vegetation im Wald ausdehnt. In diesem Fall hätte die Eigeltinger Feuerwehr auf lange Schläuche und eine Pumpe ausweichen müssen. Denn man sei zwar mit wasserführenden Fahrzeugen ausgestattet, heißt es von den Einsatzkräften, die Tanks seien aber je nach Wasserverbrauch schnell leer.

Große Trockenheit in BW

Laut Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) herrscht in großen Teilen Baden-Württembergs aktuell eine mittlere Waldbrandgefahr. In einzelnen Kreisen wird die Gefahr sogar als hoch eingestuft. Das dürfte unter anderem mit der großen Trockenheit zusammenhängen, die aktuell in Baden-Württemberg herrscht.

Mit 25 Liter Regen pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge im März deutlich unter dem Wert, der vom DWD normalerweise für diese Zeit erwartet wird. Der liege eigentlich bei 70 Litern. Gleichzeitig war es laut DWD im März sehr warm. Die Durchschnittstemperatur in Baden-Württemberg habe bei 6,3 Grad gelegen, 2,7 Grad milder als im vieljährigen Mittel.