
US-Sicherheitsrat Nach Treffen mit Aktivistin entlässt Trump Mitarbeiter
Nach Medienangaben hat US-Präsident Trump die Entlassung mehrerer Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats angeordnet. Zuvor hatte er sich mit einer ultrarechten Aktivistin im Weißen Haus getroffen.
US-Präsident Donald Trump soll die Entlassung mehrerer Mitglieder seines Nationalen Sicherheitsrats angeordnet haben. Es gibt noch keine offiziellen Angaben, um wie viele Mitarbeiter es sich genau handelt und warum sie aus ihren Funktionen entfernt wurden. Mehrere US-Medien berichten aber, dass die Entscheidung auf ein Treffen zwischen der ultrarechten Aktivistin und Verschwörungsideologin Laura Loomer und Präsident Trump im Weißen Haus am Mittwoch folgte.
Loomer drängte Trump laut Medienberichten, bestimmte Mitarbeiter zu entlassen, die ihrer Meinung nach die Agenda des Präsidenten nicht ausreichend unterstützten. Das Personalbüro habe die Entlassung von mindestens drei ranghohen Sicherheitsrats-Mitgliedern und mehreren weiteren Mitarbeitern beantragt, berichtet CNN. Die New York Times sprach von sechs Entlassungen, andere Mitarbeiter seien versetzt worden.
Mehrere Direktoren unter den mutmaßlich Entlassenen
Zu den Gefeuerten soll laut Medienberichten der für Technologie und Sicherheit zuständige Direktor David Feith gehören. Gehen soll auch der leitende Direktor für Geheimdienstangelegenheiten, Brian Walsh, und der Fachmann für legislative Angelegenheiten, Thomas Boodry. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats wollte die Angaben nicht kommentieren.
"Es war mir eine Ehre, Präsident Trump zu treffen und ihm meine Rechercheergebnisse zu präsentieren", schrieb Loomer auf der Plattform X. Sie werde sich weiterhin dafür einsetzen, Kandidaten für Aufgaben im Weißen Haus streng zu überprüfen, um den Präsidenten und die nationale Sicherheit zu schützen.
Aktivistin verbreitet Verschwörungserzählungen
Loomer vertritt rechtsextreme und rassistische Positionen und verbreitet Verschwörungserzählungen, unter anderem zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Sie hatte Trump schon im Wahlkampf unterstützt. So schrieb sie unter anderem in Anspielung auf die teils indische Abstammung der Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, sollte die Demokratin die Wahl gewinnen, dann werde "das Weiße Haus nach Curry riechen" und Reden in der Regierungszentrale würden "über ein Callcenter abgewickelt".
Auch hatte sie spekuliert, der damalige demokratische Präsident Joe Biden habe hinter einem Attentat auf Trump gesteckt. In jüngster Zeit äußerte sie sich in den sozialen Medien über Mitglieder von Trumps nationalem Sicherheitsteam und erklärte, ihnen könne der Präsident nicht trauen.
Trump bestreitet Zusammenhang von Entlassungen und Treffen
US-Präsident Donald Trump schätzt nach eigener Aussage den Rat der ultrarechten Aktivistin. "Laura Loomer ist eine sehr gute Patriotin", sagte der Republikaner auf dem Weg nach Florida vor Journalisten. Loomer mache "Empfehlungen für Dinge und Leute" und sei "für gewöhnlich sehr konstruktiv".
Die Medienberichte, wonach sie ihn dazu gebracht haben soll, mehrere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats zu entlassen, wies Trump jedoch zurück. Auf die Frage, ob Loomer mit diesen Personalentscheidungen in Verbindung stehe, antwortete er: "Nein, überhaupt nicht."